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Empfehlungen, Leitlinien
Vorwort Seit 1994 arbeitet die Kommission "Qualitätssicherung bei sinnesphysiologischen Untersuchungen und Geräten" der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft an Richtlinien, die das Vorgehen bei sinnesphysiologischen Untersuchungen und die technischen Standards der dafür verwendeten Geräte vereinheitlichen soll, insbesondere gedacht für den deutschsprachigen Raum. Damit soll eine qualitativ hochstehende, hochwertige Untersuchungstechnik und eine Vergleichbarkeit der enthaltenen Befunde im gesamten Gesundheitsversorgungsraum der Augenheilkunde in Deutschland gewährleistet sein. Die Kommission hat die Leitlinien, die auf z.T. sehr komplexen und detailliert abgefassten, nationalen und internationalen Standards beruhen, in knapper Form zusammengefasst und damit realitätsnah umzusetzen versucht. Die erste Ausgabe dieser Empfehlungen wurde bereits in der Zeitschrift "Der Ophthalmologe" 94:836-862 (1997) veröffentlicht. Seither hat die Kommission in weiteren sieben Sitzungen alle Empfehlungen aktualisiert oder weiterentwickelt. Im Gegensatz zur ersten Veröffentlichung wurden jetzt alle Kapitel in einheitlicher Gliederung ausgeführt. Damit kann für jede Untersuchungsmethode unter derselben Überschrift schnell der gewünschte Inhalt gefunden werden. Zu den vier bisher veröffentlichten Kapiteln sind drei neu hinzugekommen: 1. Sehschärfeprüfung |
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Die Empfehlungen dienen in mehrfacher Hinsicht der Qualitätssicherung: Untersuchungen, die von verschiedenen Augenärzten durchgeführt werden, sollen besser miteinander vergleichbar sein. Dem in der Ausbildung befindlichen Arzt werden einfache und klare Regeln für die Durchführung dieser Untersuchungen sowie Hinweise auf Fehlermöglichkeiten an die Hand gegeben. Durch die Formulierung von Indikationen bei den aufwendigeren Untersuchungen wird ein sinnvoller und nachvollziehbarer Einsatz der Untersuchungstechniken erreicht. Gegenüber den Herstellern entsprechender Untersuchungsgeräte werden die Anforderungen an diese Geräte formuliert, so dass ein besserer Gerätestandard erreicht wird. Naturgemäß sind diese auf die praxisnahe Anwendung von Standards ausgerichteten Empfehlungen inhaltlich etwas unschärfer als die Standards und internationale Empfehlungen selbst. Im Zweifelsfall sind deshalb die entsprechenden Richtlinien im Originaltext heranzuziehen, die jeweils in der Literaturliste zu den Empfehlungen angegeben sind. Diese Empfehlungen geben den Wissensstand nur bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Die Empfehlungen werden ergänzt durch eine Geräteübersicht, in der entsprechend der Herstellerangaben bestimmte Leistungsmerkmale angegeben werden. Diese Übersicht kann nicht alle Geräte des Weltmarktes aufführen, sondern nur das am deutschen Markt gebräuchliche Angebot, soweit es der Kommission bekannt gemacht wurde oder zugänglich war. Sie erhebt deshalb weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch auf absolute Gültigkeit. Die Kommission hat die Geräte nicht selbst getestet, sondern musste sich auf die Angaben der Hersteller verlassen. In Zweifelsfällen empfiehlt die Kommission, beim Hersteller selbst nachzufragen. Sollte der Wunsch nach einer Aufnahme weiterer Geräte vorliegen, so werden die Interessenten gebeten, Spezifikationen der Geräte und ihre Erfahrungen (z.B. als Studie oder als Veröffentlichung) bekannt zu machen. Wir hoffen, dass diese Empfehlungen in der augenärztlichen Praxis nützlich sein werden, und sind für Rückmeldungen und Anregungen aus der Leserschaft sehr dankbar. Die Kommission dankt besonders den Kollegen, die als Gäste der Kommission zur Erstellung der Richtlinien ihre besondere Expertise beigetragen haben, z.B. Herrn Dr. C. Friedburg und Herrn Prof. Dr. L.T. Sharpe (Dunkeladaptometrie) und Herrn Prof. Dr. W. Wesemann (Kontrastsehen) sowie den Herstellern, die ihre Datenblätter zur Verfügung gestellt haben, und den Lesern, die sich zu den bisherigen Empfehlungen kritisch geäußert haben. Besonders sei auch Herrn Prof. Dr. G. Kolling, Heidelberg gedankt, der die Redaktion der Empfehlungen und die Abwicklung der Veröffentlichung übernommen hat. Prof. Dr. med. Eberhart Zrenner Kommissionsmitglieder: Gäste: |