Empfehlungen, Leitlinien

Empfehlung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e.V.
und des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands zur
Fahreignungsbegutachtung für den Straßenverkehr
3. Das augenärztliche Gutachten
3.2 Befund der augenärztlichen Untersuchung
3.2.8 Augenhintergrund
Bedeutung für den Straßenverkehr
Die Untersuchung des Augenhintergrunds gibt Auskunft über ein- oder beidseitige pathologische Veränderungen an Netzhaut und Papille. Daraus lassen sich Hinweise für mögliche Ursachen von funktionellen Defiziten bei Sehschärfe, Gesichtsfeld, Farbensehen oder Kontrastsehen erkennen. Bei fortschreitenden Erkrankungen sind regelmäßige Nachuntersuchungen erforderlich.
Methode
Die Untersuchung des peripheren Augenhintergrundes erfolgt mittels Ophthalmoskopie im umgekehrten Bild, die des zentralen Augenhintergrundes im aufrechten Bild mit dem direkten Augenspiegel oder an der Spaltlampe mit Kontaktglas. Bei unklaren Funktionsausfällen, allen Augen- und Allgemeinerkrankungen, wie Diabetes mellitus oder Glaukom, die mit Augenhintergrundsveränderungen einhergehen, oder wenn die Untersuchung bei engen Pupillen einen Anhalt für pathologische Veränderungen ergeben hat, sollte eine Untersuchung nach medikamentöser Pupillenerweiterung erfolgen. |