Pressemeldungen 2019

„Wir können die Zukunft nur mit Forschung gestalten“ – Kongress der Augenärzte verzeichnet Teilnehmer-Rekord

Berlin, Oktober 2019 – Künstliche Intelligenz (KI), Daten-Register und der verstärkte Austausch zwischen klinisch tätigen Augenärzten und Grundlagenwissenschaftlern werden die Betreuung augenärztlicher Patienten weiter verbessern. Das ist ein zentrales Ergebnis der DOG 2019, die unter dem Motto „Augenheilkunde: Unser Fach mit Zukunft“ am Sonntag in Berlin endete. Mehr als 5100 Teilnehmer kamen zum Kongress ins Estrel, davon 3169 Fachteilnehmer – eine Rekordbeteiligung in der 162-jährigen Geschichte der ältesten augenfachärztlichen Gesellschaft der Welt. „Der zunehmende Zuspruch unter den Fachteilnehmern zeigt, dass die DOG mit der stetigen Weiterentwicklung ihrer Kongressinhalte auf einem guten Weg ist“, erklärt Professor Dr. med. Claus Cursiefen, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Zu den Highlights zählten neben den Keynote Lectures die neuen Sitzungsformate „Highlights in Translational Science“ und „DOG International Experts Day“. (.pdf)

Wirksame und verträgliche Therapie mit Tollkirsche – Atropin-Augentropfen bremsen Kurzsichtigkeit

Berlin, September 2019 – Kurzsichtigkeit beginnt gewöhnlich im Grundschulalter. Da die Fehlsichtigkeit später schwere Augenerkrankungen begünstigt, sollte sie früh aufgehalten werden. Dies gelingt jetzt: Forscher haben einen Ansatz für eine niedrig dosierte Therapie mit dem Wirkstoff Atropin gefunden, die nebenwirkungsarm ist und das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bei Kindern um bis zu 50 Prozent mindern kann. Wie die Behandlung mit Atropin-Augentropfen in einer Konzentration von 0,01 Prozent konkret aussieht, erläuterten Experten auf der Kongress-Pressekonferenz zum 117. Kongress der DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft. (.pdf)

Grüner Star bei Neugeborenen – Bei diesen Hinweisen sollten Eltern zum Augenarzt

Berlin, September 2019 – Ein angeborener Grüner Star führt unbehandelt schnell zu Sehstörungen und Erblindung. Eltern sollten deshalb bei ungewöhnlich großen Augen des Neugeborenen, einem blau-grünlichen Schimmern der Iris, Lichtscheu und häufigem Augenreiben rasch einen Augenarzt aufsuchen. Eine frühe Operation stoppt die Erkrankung in 80 Prozent aller Fälle. Welche Fortschritte ein nationales Glaukom-Register bringen soll, erläutern Experten auf der Kongress-Pressekonferenz zur DOG 2019. (.pdf)

Lichtschäden am Auge – Augenärzte testen Kontaktlinsen mit UV-Schutz

Berlin, September 2019 – Intensive ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts kann Bindehaut und Hornhaut am Auge schädigen. Jetzt testen Forscher, ob Kontaktlinsen mit eingebautem UV-Schutz solche Schäden verhindern können. Die Haftschalen wären hilfreich für Patienten, denen etwa nach einer Verätzung empfindliche Stammzellen der Hornhaut transplantiert wurden. Aber auch Außenarbeiter, die regelmäßig einer hohen UV-Bestrahlung ausgesetzt sind, könnten davon profitieren. Wie die ersten Testergebnisse ausfallen, berichten Experten auf der Kongress-Pressekonferenz zur DOG 2019. (.pdf)

Schmerzen bei Trockenen Augen – Forscher setzen Hoffnungen in Cannabis-Augentropfen

Berlin, September 2019 – Fast jeder Zehnte leidet in Deutschland an Trockenen Augen und damit häufig an chronischen, starken Schmerzen. Auf der Suche nach einer wirksamen und nebenwirkungsarmen Schmerztherapie haben Forscher jetzt Augentropfen mit Cannabiswirkstoffen entwickelt. Die ersten Studienergebnisse sind vielversprechend, in Kürze soll die Wirkung an Patienten getestet werden. Über den Stand der Forschung berichteten Experten auf der Vorab-Pressekonferenz zur DOG 2019. (.pdf)

Uveitis und Skleritis – Biologika helfen bei schweren Augenentzündungen

Berlin, September 2019 – Seit kurzem stehen zur Behandlung von schweren Augenentzündungen auch Biologika und Biosimilars zur Verfügung. Bei zwei Dritteln der Patienten mit Uveitis oder Skleritis schlagen die Medikamente erfolgreich an und halten eine Sehverschlechterung auf. Auch für Kinder können die Substanzen eine sinnvolle Alternative zur Kortisontherapie sein. Wann die neu zugelassenen Medikamente zum Einsatz kommen, berichten Experten morgen auf der Vorab-Pressekonferenz zur DOG 2019.
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Erfolgreiches Projekt zur Digitalisierung – Augenuntersuchung per Smartphone erkennt Schädigung des Sehnervs und der Netzhaut

Berlin, September 2019 – In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern, aber auch in Altersheimen oder bei bettlägerigen Intensivpatienten hierzulande ist die augenärztliche Versorgung mangelhaft oder schwierig. Smartphones, die Bilder vom Augenhintergrund machen, sind ein innovativer Lösungsansatz und ermöglichen eine mobile und kostengünstige Untersuchung auf Anzeichen des Grünen Stars und diabetesbedingter Netzhautschädigung. Das belegt eine neue Studie. Wie die Früherkennung mit der Smartphone-Kamera funktioniert und welche Chancen sich damit eröffnen, legen Experten auf der Vorab-Pressekonferenz zur DOG 2019 dar. (.pdf)

Zukunft der Ophthalmologie – Von Astronauten-Augen bis Zentrum für Augenforschung

Berlin, September 2019 – Derzeit leiden in Deutschland etwa 18 Millionen Menschen an Augenerkrankungen, Tendenz steigend. Somit steht die Ophthalmologie vor großen Herausforderungen. „Um sie zu bewältigen, brauchen wir gezielte Forschung“, erklärt Professor Dr. med. Claus Cursiefen, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Die Fachgesellschaft setzt sich daher für die Gründung eines Deutschen Zentrums für Augenforschung ein. Verstärkter Austausch zwischen klinisch tätigen Augenärzten und Wissenschaftlern sowie unter Experten auf internationaler Ebene sind zentrale Themen der DOG 2019, die vom 26. bis 29. September 2019 in Berlin stattfindet. Das Kongress-Motto lautet „Augenheilkunde: Unser Fach mit Zukunft“ (.pdf)

Wenn der Frühling zum Weinen bringt: Das hilft den Augen bei Heuschnupfen

München, April 2019 – Gereizte, juckende Augen sind für viele Menschen das schlimmste Symptom einer Pollenallergie. Um die Beschwerden während der Frühjahrs- und Sommermonate so gering wie möglich zu halten, empfehlen Augenärzte eine Basistherapie mit speziellen Augentropfen und Tränenersatzmittel. Die DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft empfiehlt grundsätzlich, neue oder anhaltende Augenprobleme augenärztlich untersuchen zu lassen, um eventuelle Infektionen mit Bakterien oder Viren auszuschließen. (.pdf)

Augen-Screening mit dem Smartphone kann die Sehkraft retten – Experten halten Einsatz auch in Deutschland für denkbar

München, Januar 2019 – Das Smartphone könnte in Zukunft augenärztliche Untersuchungen ermöglichen. Aus einer Handykamera und bestimmten Aufsätzen haben Wissenschaftler aus Bonn ein einfaches Untersuchungsgerät getestet, das vor allem Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern zugutekommen soll. Mit einer Forschungsförderung der DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft konnten die Forscher das Verfahren im Rahmen einer Pilotstudie in Indien erfolgreich testen. Auch in Deutschland wäre ein Einsatz denkbar, etwa in Pflegeheimen oder ländlichen Regionen. (.pdf)